Referenz mit Messung · Schule
Raum 33
Ein Klassenzimmer der Auenschule Schweinfurt: die Flächen, die Messwerte und die Fragen hinter einer Akustikmaßnahme.
- Vorher
- 1,31 s
- Nachher
- 0,67 s
- Reduktion
- −49 %
Für Schulen & Schulträger
Deckenelemente und Wandabsorber verkürzen den Nachhall im Klassenzimmer. Schüler verstehen Lehrkräfte und Mitschüler besser, und niemand muss gegen den Raum anreden.
In vielen Klassenzimmern werfen harte Decken, Wände und Fenster den Schall lange zurück. Wer gegen diesen Nachhall anspricht, wird lauter, und die Klasse zieht nach. Deckenelemente und Wandabsorber verkürzen den Nachhall, verbessern die Sprachverständlichkeit im ganzen Raum und schaffen eine ruhige Lernatmosphäre.
Im Mittel liegt der Schallpegel im Unterricht nach der Unfallkasse NRW bei 60 bis 70 dB(A), in Grundschulen bei 70 bis 75 dB(A).6 Das Gehör gefährden solche Pegel selten, die Verständigung aber schon. Muss sich die Lehrkraft gegen den Geräuschpegel durchsetzen, werden Stimme und Kehlkopf nach der DGUV über Gebühr belastet.4
Klassenräume üblicher Größe sollen nach der DGUV eine Nachhallzeit von 0,5 bis 0,6 Sekunden haben.1 Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 legt für Unterrichtsräume eine Obergrenze fest, Tsoll = (0,32 · lg V − 0,17) s. Für einen besetzten Raum mit 210 m³ ergibt das etwa 0,6 Sekunden.2 Nehmen Schüler mit eingeschränktem Hörvermögen teil oder wird in einer Fremdsprache unterrichtet, sollen es 0,4 bis 0,5 Sekunden sein.1 DIN 18041 führt dafür die inklusive Nutzungsart A4 mit Tsoll = (0,26 · lg V − 0,14) s.3
In einer Feldstudie mit 487 Grundschulkindern aus 21 Klassen (Nachhallzeiten 0,49 bis 1,1 Sekunden) schnitten Kinder aus halligen Räumen beim Sprachverstehen und beim Merken gesprochener Inhalte schlechter ab. Sie beurteilten auch das Verhältnis zu Mitschülern und Lehrkräften weniger positiv.5 Die DGUV berichtet von Pegelunterschieden bis zu 13 dB zwischen akustisch guten und schlechten Klassenräumen und von deutlich weniger Stressanzeichen bei Lehrkräften.4
Hinter „Schallschutz in der Schule“ stecken zwei verschiedene Aufgaben. Baulicher Schallschutz hält Lärm aus Nachbarräumen, vom Flur oder von der Straße fern: Luftschall durch Wände und Türen, Trittschall durch Decken. Maßstab dafür ist die DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“, zuständig sind Wände, Decken, Türen und Fenster und damit der Schulträger bei Neubau oder Sanierung. Raumakustik sorgt dafür, dass der Schall im Klassenraum selbst nicht lange nachhallt. Maßstab ist die Hörsamkeit nach DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen“.
Ein großer Teil des Lärms im Klassenzimmer entsteht im Raum selbst: Gespräche, Stühlerücken, Schritte, das gesprochene Wort der Lehrkraft. In einem halligen Raum mischen sich diese Hintergrundgeräusche mit der Sprache, und der Lärmpegel schaukelt sich hoch. Dagegen hilft Schallabsorption an Decke und Wänden, ohne Umbau und im laufenden Schulbetrieb nachrüstbar. Gegen Schall aus dem Nachbarraum helfen Schallabsorber dagegen kaum. Wer Schallschutz zwischen Klassenräumen braucht, muss baulich nachbessern.
In der Mensa treffen viele Schülerinnen und Schüler, Geschirr und harte Flächen aufeinander. Ohne schallabsorbierende Flächen steigt der Lärmpegel mit jeder Minute, weil alle lauter sprechen, um sich zu verstehen. Deckenabsorber über den Tischen verkürzen den Nachhall und machen die Pause wieder zur Pause.
Ein Musikraum braucht eine andere Akustik als ein Klassenzimmer. DIN 18041 führt Musik als eigene Nutzungsart A1 mit längerer Soll-Nachhallzeit als den Unterricht (A3). Ist ein Musikraum zu stark gedämpft, klingen Instrumente und Chor stumpf. Musikräume planen wir deshalb nicht nach Faustregel, sondern mit den Raumdaten. Sollen vor allem die Nachbarklassen nichts hören, braucht es zusätzlich Schalldämmung nach DIN 4109.
Erste Wahl ist die Decke: Die DGUV nennt eine schallabsorbierende Deckenfläche als Weg zu den Zielwerten.1 Abgehängte Deckenpaneele lassen sich ohne Umbau nachrüsten. Bei Frontalunterricht kann eine Teilfläche der Rückwand mit Wandabsorbern die Verständlichkeit für die vorderen Reihen verbessern.4 Auch Flure, Treppenhäuser, Pausenhallen und Aulen sollen raumakustisch gestaltet sein.7 Brandverhalten, Montageart und die Vorgaben deines Landes prüfen wir vor dem Angebot, mehr dazu unter Akustikpaneele und Brandschutz.
Umgesetzte Räume
Messprojekte werden ausführlich dokumentiert. Freigegebene Kundenbilder zeigen zusätzlich typische Anwendungen im Alltag.
Referenz mit Messung · Schule
Ein Klassenzimmer der Auenschule Schweinfurt: die Flächen, die Messwerte und die Fragen hinter einer Akustikmaßnahme.
Lösungen nach Raum
Visualisierung · Klassenzimmer mit Wandabsorbern
Wo unterrichtet wird
Im Klassenzimmer bringt die Decke am meisten, weil sie die größte freie Fläche ist. Abgehängte Deckenelemente über den Sitzreihen verkürzen den Nachhall im ganzen Raum. Bei Frontalunterricht ergänzen Wandabsorber an der Rückwand, damit Schall von hinten nicht zur Tafel zurückkommt.
Wo besonders gut gehört werden muss
Für Schüler mit Hörminderung, Sprachförderung oder Fremdsprachenunterricht nennt die DGUV kürzere Nachhallzeiten von 0,4 bis 0,5 Sekunden. Dafür braucht es mehr Absorberfläche als im normalen Klassenzimmer, meist an Decke und Wand zugleich.
Visualisierung · Treppenhalle mit Deckenelementen
Wo sich der Pausenlärm sammelt
Lange Flure und offene Treppenhallen tragen Pausenlärm bis in die Klassenräume. Die DGUV empfiehlt, auch hier den Nachhall mit Schallabsorbern zu begrenzen. Weil Flure und Treppenräume oft Rettungswege sind, klären wir Brandschutz und Befestigung vor dem Angebot.
Wo alle gleichzeitig reden
Viele Stimmen, harte Tische, klapperndes Geschirr: In der Mensa ist es zur Mittagszeit oft am lautesten. Deckenelemente über den Tischgruppen nehmen den Schall dort auf, wo er entsteht, Wandabsorber an freien Wänden ergänzen sie.
Wo Bälle fliegen
In Sporthallen verlangt die DGUV Maßnahmen gegen Lärm, etwa schallabsorbierende Trennvorhänge und Absorber im Deckenbereich. Wo Bälle auftreffen, müssen Wandelemente ballwurfsicher sein. Sporthallen planen wir deshalb nur als Projekt auf Anfrage.
Sofort bestellbar
Ausstattungsbeispiel
Eine erste Orientierung nach unserer Praxisformel. Das Angebot rechnen wir mit deinen Raumdaten.
Richtwert ohne Montage und Versand, gerechnet mit aktuellen Shoppreisen. Je nach Raumhöhe, Nutzung und Anspruch kann der Bedarf deutlich höher liegen.
So starten B2B-Projekte
Nicht jedes Projekt braucht einen Vor-Ort-Termin. Meist reichen Fotos, Maße und eine kurze Beschreibung für den ersten belastbaren Schritt.
Fotos, Grundriss oder Link zu Plänen sowie Nutzung und ungefähre Maße senden.
Wir prüfen Rückfragen, geeignete Produktfamilien und ob eine Messung oder Begehung sinnvoll ist.
Du erhältst ein nachvollziehbares Angebot mit den verfügbaren Unterlagen für deine Freigabe.
Am wirksamsten ist eine schallabsorbierende Decke: Sie verkürzt die Nachhallzeit, die Klasse spricht leiser, und der Lärmpegel sinkt. Dazu kommen Filzgleiter gegen Stühlerücken und Wandabsorber an der Rückwand. Gegen Lärm aus Nachbarräumen hilft dagegen nur baulicher Schallschutz.
Nach der DGUV 0,5 bis 0,6 Sekunden für Klassenräume üblicher Größe. Die ASR A3.7 rechnet mit Tsoll = (0,32 · lg V − 0,17) s, für einen besetzten Raum mit 210 m³ sind das etwa 0,6 Sekunden.
Nehmen Schüler mit eingeschränktem Hörvermögen teil oder wird in einer Fremdsprache unterrichtet, nennt die DGUV 0,4 bis 0,5 Sekunden. DIN 18041 sieht dafür die Nutzungsart A4 vor, Tsoll = (0,26 · lg V − 0,14) s. Für 200 m³ ergibt das rund 0,45 Sekunden.
Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 nennt Schulen ausdrücklich: In besetzten Unterrichtsräumen darf die Nachhallzeit den Wert aus ihrer Formel nicht überschreiten. Die DGUV Regel für Schulen verweist auf dieselben Zielwerte. Klassenräume sind Arbeitsplätze von Lehrkräften.
Die DGUV nennt eine Decke, die insgesamt einen Absorptionsgrad von 0,5 bis 0,6 erreicht, als Weg zu den Zielwerten. Wie viel Fläche das mit unseren Elementen ist, hängt von Raumvolumen, Einrichtung und Produkt ab. Das Ausstattungsbeispiel auf dieser Seite gibt einen ersten Richtwert, den genauen Bedarf rechnen wir mit deinen Raumdaten.
Ja. In einer Feldstudie mit 487 Grundschulkindern verstanden Kinder in halligen Klassenräumen Sprache schlechter und merkten sich gesprochene Inhalte schlechter. Die DGUV berichtet von Pegelunterschieden bis zu 13 dB zwischen akustisch guten und schlechten Räumen und von weniger Stress bei Lehrkräften.
Nein, das ist ein wichtiger Unterschied: Schallabsorber verbessern die Akustik im Raum, indem sie Echo und Nachhall reduzieren. Schall, der durch Wände, Decken oder Fenster übertragen wird, braucht bauliche Schalldämmung. Wenn du unsicher bist, was dein Problem löst, frag uns vor der Bestellung.
Das hängt von Landesbauordnung, Schulbauvorgaben deines Landes und der Raumart ab, Flure und Treppenräume werden dabei gesondert betrachtet. Das Brandverhalten ist je Produkt nach EN 13501-1 klassifiziert, unser 50 mm PET-Vlies zum Beispiel als B-s1,d0 in freihängender Montage. Den Prüfbericht zum jeweiligen Produkt senden wir auf Anfrage. Mehr unter Akustikpaneele und Brandschutz.
Ja. Deckenelemente werden an Drahtseilen abgehängt, Wandelemente geklebt, ein Umbau ist nicht nötig. Deckenelemente werden auf Bestellung gefertigt und haben etwa 4 Wochen Lieferzeit, plane die Bestellung deshalb vor den Ferien ein.
Das hängt von Raumgröße, Produkt und Menge ab. Das Ausstattungsbeispiel auf dieser Seite zeigt einen Richtwert netto und brutto. Das Angebot rechnen wir nach einer kostenlosen Ersteinschätzung.
Ja. Für Schulen, Schulträger und Einrichtungen läuft der Kauf auf Rechnung über ein persönliches Angebot. Muster und Ausschreibungstexte kannst du über das Formular anfragen.
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